UWe geht neue Wege in der Wirtschaftsförderung - Gehen Sie mit!  
 

 
 

Pressemeldung 1998

 
 

 
  Geld aus der Region für die Region
Neue Unternehmensförderungsgesellschaft gegründet /
Investitionen in neue Ideen und Produkte

 
  Borken/Kreis (wen). Die Zielrichtung ist klar: "Wir wollen Geld in der Region bündeln und damit Investitionen im Kreis Borken fördern." Dies kündigten gestern die Gesellschafter der neugegründeten Unternehmensförderungsgesellschaft Westmünsterland (kurz UWe genannt) auf einer Pressekonferenz an.

Acht Mitgliedsfirmen des Verbandes "Aktive Unternehmen im Westmünsterland", die gleiche Zahl von Rechtsanwälten, Unternehmens- und Steuerberatern sowie die Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) für den Kreis Borken wollen als Gesellschafter von UWe Existenzgründern den Zugang zu Kapital erleichtern. Die neue GmbH hat in Ahaus in den Räumen der WFG ihren Sitz.

Geschäftsführer ist nebenamtlich der WFG-Mitarbeiter Ludwig Liesner. Das Stammkapital beträgt 170.000 DM. Statt in Immobilien in den neuen Bundesländern, Wertpapieren oder Aktien zu investieren, bietet die neue GmbH und Co. KG Anlegern die Möglichkeit, sich an zukunftsträchtigen Firmen im Kreis Borken zu beteiligen und so die wirtschaftliche Entwicklung im Westmünsterland vorantreiben. Der Mindestbetrag für Investoren liegt bei 10.000 Mark, jeder kann stille oder offene Beteiligungen erwerben.

Dabei werden nicht nur Gründungen gefördert, auch bei Erweiterungen, der Umsetzung neuer Ideen oder dem Erschließen neuer Märkte will UWe helfen.

Angesprochen, ob damit nicht eine starke Konkurrenz zu den Sparkassen und Banken aufgebaut wird, betonten die Gesellschafter, dass eng mit der Kreditwirtschaft zusammengearbeitet werden solle. Es gehe dabei vor allem um solche Fälle, bei denen Banken wegen fehlender Sicherheiten die Finanzierung nicht allein übernehmen können.

Die Gesellschafter erwarten, dass bis zum Sommer rund zwei Millionen Anlagekapital auf dem Konto ist. UWe-Geschäftsführer Liesner: "Im Herbst sollen die ersten Beteiligungen gestartet werden". Bereits jetzt lägen erste Anfragen vor. Über die Ideen der Unternehmer entscheiden spezielle Vergabeausschüsse. Sichergestellt soll dabei sein, dass kein möglicher Konkurrent über das Vorhaben eines Existenzgründern mitentscheidet.

Junge Unternehmer, die sich in die rauhe Luft des Wettbewerbs wagen sollen, sollen von "Paten" aus dem Unternehmerverband aiw oder Mitgliedern der Freien Berufe "unter die Fittiche genommen werden". Die "alten Hasen" sollen Türen öffnen, die bislang für Jungunternehmer verschlossen waren und so auch neue Geschäftskontakte ermöglichen. Oberkreisdirektor Raimund Pingel lobte gestern ausdrücklich die neue Förderung für Existenzgründer aus dem hiesigen Raum. Statt auf Hilfe aus Bundes- oder Landesmitteln zu hoffen werde getrau dem Westmünsterländer-Motto gehandelt. "Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott".
 
     
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